Halde Hoheward

 * Halde Hoheward *

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Die Halde Hoheward ist eine Bergehalde im Ruhrgebiet.   Sie entstand aus Schüttungen der Zeche Recklinghausen II, der Zeche Ewald und der Zeche General Blumenthal/Haard. Zwischen den Städten Herten und Recklinghausen gelegen, bildet sie gemeinsam mit der Halde Hoppenbruch die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets.

Die höchste Stelle der Halde ist mit einer Höhe von 152,5 m ü. NN erreicht.  Die Halden Hoheward und Hoppenbruch sind Teil der Route der Industriekultur und des Landschaftsparks Hoheward. Eigentümer beider Halden ist der Regionalverband Ruhr, der die Flächen von der Deutschen Steinkohle AG übernommen hat.  Als Projektträger ist er für den Ausbau der Halde Hoheward verantwortlich. Bei guter Sicht ist der etwa 50 km entfernte Rheinturm in Düsseldorf zu erkennen...

Der östliche Teil der Halde ist für die Öffentlichkeit freigegeben.   Der westliche Teil wird noch bis mindestens 2012 weiter aufgeschüttet.   Trotzdem ist eine Umrundung der Halde auf Höhe der Balkonpromenade schon heute möglich (Weglänge ca. 6 km).   Dazu wurde im zentralen Zufahrtsbereich am Haldensüdhang die so genannte Promenadenbrücke gebaut.   Sie überspannt die Zufahrtsstraße, auf der Schwerkraftwagen das Bergematerial transportieren.  Der Bau der Halde hat in den 1980er Jahren großes Aufsehen erregt.

Zum einen gab es Widerstand aus ökologischen Gründen: Man fürchtete, dass die Halde die Luftströmung verändern würde.

Gravierend war aber, dass sich an der Hohewardstraße - die von Herten-Süd bis zum Industriegebiet, in dem heute die Müllverbrennungsanlage RZR steht, und die zwischen den beiden ursprünglichen Halden verlief - nach dem Krieg ein inoffizielles Wohngebiet gebildet hatte.  Ursprünglich als Notunterkünfte und Gartenhäuschen gedacht, wurden die Häuser nach und nach illegal zu respektablen Ein- und Mehrfamilienhäusern ausgebaut.   Es bildete sich eine Siedlergemeinschaft, und eine Gastwirtschaft "Rosengarten" wurde gebaut.

Im Bereich der Hohewardstraße verlief auch damals schon die Zechenbahn.   Die Auseinandersetzungen endeten damit, dass allen Siedlern der Hohewardstraße im Reitkamp eine neue Siedlung gebaut wurde, einschließlich eines Restaurants "Rosengarten". Nach Errichtung der Siedlung zogen alle Siedler der Hohewardstraße in den Reitkamp um. Die Zechenbahn wurde in einen Tunnel verlegt, ist seit der Schließung der Zeche im Jahre 2000 aber nicht mehr in Betrieb.   Der Tunnel ist insofern einzigartig, dass er nicht wie für Tunnel üblich nach der Errichtung der Halde gebaut wurde, sondern es wurde erst der Tunnel gebaut und dann die Halde darüber aufgeschüttet.

 

Quelle: Wikipedia